Startschuss für Betreutes Wohnen

Freitag, den 15. September 2017

Mitte 2019 soll das Wohn- und Pflegezentrum für Senioren und Demenzkranke am Haager Weg, Ecke Brentanostraße, seinen Betrieb aufnehmen. Das Wohnungsunternehmen Amberg gab jetzt den Startschuss zum Bau von 44 betreuten Wohnungen, einer Tagespflegestation mit 24 Plätzen und 2 ambulant betreuten Wohngruppen für insgesamt bis zu 24 Menschen, die an Demenz erkrankt sind.

Zum symbolischen Spatenstich am Baugrundstück kamen am Freitag zahlreiche Gäste, darunter der Oberbürgermeister der Stadt Amberg, Herr Michael Cerny, sowie Herr Baudirektor Albert Dischinger als Vertreter der Regierung der Oberpfalz.

Der Geschäftsführer des Amberger Wohnungsunternehmens, Dieter Gerl, erinnerte an die ersten Gespräche mit der Vorsitzenden der Schwesternschaft Wallmenich-Haus vom Bayerischen Roten Kreuz e. V., Frau Brigitte Wedemeyer, im Herbst 2014. Die Nachfrage nach „Betreutem Wohnen“ mit angeschlossenen Pflegedienstleistungen sowie nach Tagespflegeplätzen in der Stadt läge schon deutlich über dem Angebot, so Wedemeyer damals. Sie müsse fast täglich betreuungsbedürftige Personen vertrösten und sei auf der Suche nach einem Projektentwickler und Investor um die Situation zu entschärfen. Er, Gerl, sah darin nicht nur die Herausforderung, sondern auch die bedeutende Chance für das Wohnungsunternehmen Amberg, zumal der demographische Wandel auch in den Reihen der eigenen Mieterschaft schon deutlich sichtbar sei.

Während einer Bauzeit von knapp zwei Jahren entstehen nun in der kompakten, dreigeschossigen Anlage insgesamt 44 Zwei- und Dreizimmerwohnungen mit Wohnflächen zwischen 39 m² und 91 m², davon 16 Wohnungen innerhalb einer Eigentümergemeinschaft. Alle Wohnungen, vom Erdgeschoss bis zum Dachgeschoss, sind über einen Aufzug auch aus dem Keller bzw. aus der Tiefgarage erreichbar und werden barrierefrei errichtet. Sechs Wohnungen sind auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Die Wohnungen im obersten Geschoss verfügen über Dachterrassen mit Blick auf die umgebende Stadt. Die im Erdgeschoss integrierte Tagespflegeeinrichtung mit etwa 500 m² Nutzfläche steht sowohl den Bewohnern der Anlage als auch anderen pflegebedürftigen Seniorinnen und Senioren zur Verfügung.

Gerl ist sich sicher, „dass diese Wohn- und Betreuungseinrichtung den Nerv der Zeit trifft und sehr gut angenommen wird.“ Dafür spreche vor allem auch das umfassende und vernetzte Dienstleistungsangebot der Schwesternschaft Wallmenich-Haus, welche als Betreiberin der Anlage eine Rundumbetreuung und damit größtmögliche Sicherheit für die Bewohner biete.

Finanziert wird die 12,5 Millionen Euro teure Maßnahme zum Teil mit öffentlichen Mitteln aus der einkommensorientierten Förderung (EOF) des Landes Bayern: rund eine Million Euro an Baudarlehen sowie ein Zuschuss von knapp dreihunderttausend Euro wurden von der Regierung der Oberpfalz bewilligt. Zur Deckung des restlichen Finanzierungsbedarfs habe man in der Sparkasse Amberg-Sulzbach einen zuverlässigen Partner gefunden, erklärt Gerl.

Der Amberger Architekt Markus Maier koordiniert mit seinem Büro – von der Planung bis zur Bauüberwachung – die Umsetzung der Baumaßnahme. Das Bauunternehmen Steininger aus Neunburg vorm Wald ist verantwortlich für die Entstehung des Rohbaus.

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