Quartiersentwicklung „Eisberg I"

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet ein Förderprogramm an, das die Erstellung integrierter Quartierskonzepte für energetische Sanierungsmaßnahmen einschließlich Lösungen für die Wärmeversorgung, Energieeinsparung, -speicherung und -gewinnung unter besonderer Berücksichtigung städtebaulicher, denkmalpflegerischer, baukultureller, wohnungswirtschaftlicher und sozialer Belange fördert.

Mit der Erstellung des integrierten Quartierskonzeptes werden insbesondere folgende Zielsetzungen verfolgt:

  • die Betrachtung der für das Quartier maßgeblichen Energieverbrauchssektoren,
  • die Benennung konkreter energetischer Sanierungsmaßnahmen und deren Ausgestaltung,
  • die Analyse möglicher Umsetzungshemmnisse (technisch, wirtschaftlich, zielgruppenspezifisch bedingt),
  • sowie Aussagen zu Kosten, Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Sanierungsmaßnahmen.
Der Klimawandel und die Energiefragen zählen zu den größten aktuellen Herausforderungen, die nicht nur globale Auswirkungen haben, sondern auch unseren Alltag betreffen."

In den letzten Jahren sind die Kosten für Heizung, Warmwasser und Strom spürbar gestiegen. Dadurch wurde der Energieverbrauch zu einem zentralen Kostenfaktor beim Wohnen. Deshalb gehört eine verbesserte Energieeffizienz zu den wichtigsten Merkmalen bei aktuellen Wohnungsbaumaßnahmen. Dies gilt für den Neubau genauso wie für die Optimierung des Bestandes.

Bei der Planung energieeffizienter Wohngebäude muss der klassische Planungsprozess durch ein vernetztes Vorgehen ersetzt werden. Während bei einer klassischen Planung im Wesentlichen die drei Phasen der Planung, Errichtung und Inbetriebnahme eines Gebäudes betrachtet werden, umfasst ein integriertes Planungskonzept darüber hinaus den gesamten Lebenszyklus sowie alle Aspekte der Nutzung.

Eine effektive Zielerreichung verlangt die Bildung eines Planungsteams (Bauherr, Architekt, Fachplaner), das für die gestellte Aufgabe qualifiziert ist und sich dieser Aufgabe verantwortungsvoll widmet. Dabei ist im Zuge der Planung die Effizienz des Entwurfskonzeptes kontinuierlich zu überprüfen und auf die gestellten Ziele hin weiterzuentwickeln. Dieser Prozess ist nur durch eine gleichzeitige und gemeinsame Planung von Architekten und Ingenieuren möglich.

Bei dem Ziel, den CO2-Ausstoß im Wohnungsbau zu senken, hat der noch unmodernisierte Gebäudebestand ein besonders hohes Optimierungspotenzial. Alle unsere Geschosswohnungen im Bereich Eglseer Straße, Endemannstraße, Lauererstraße, Eisbergweg, Plechstraße, Knappenweg und Glückaufstraße wurden vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung im Jahr 1977 errichtet. Vor diesem Hintergrund ist geplant, alle diese Wohnungen und Häuser sowie die Wohnumfelder in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren im Zuge einer Modernisierung grundlegend zu verbessern.

Viele der betroffenen Bestandsgebäude spiegeln typische Bauformen oder regionale Baustile ihrer Entstehungszeit wider. Sofern ein Gebäude besondere, erhaltenswerte, weil charakteristische Merkmale aufweist, wird dies bei der Planung soweit als möglich berücksichtigt.

Die Erstellung eines integrierten Quartierskonzepts soll noch im Jahr 2018 beauftragt werden. Sobald die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen im Jahr 2019 vorliegen, wird eine Mieterinformation durchgeführt. Anschließend soll mit der Umsetzung der baulichen Maßnahmen begonnen werden.