NÜTZLICHE TIPPS RUND UMS WOHNEN

Für ein friedvolles und entspanntes Zusammenleben von Hausgemeinschaften bedarf es der Einhaltung gewisser Grundregeln aller Bewohner. Der Umgang der Menschen untereinander sollte getragen sein von Respekt, Anstand, Rücksicht und Wohlwollen. Als Goldene Regel kann hier der weit verbreitete Grundsatz der praktischen Ethik zitiert werden: „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“

Die folgenden Tipps sollen als Denkanstöße verstanden werden, wie man sich selbst oder auch anderen unliebsamen Ärger und Verdruss ersparen kann.

Tipp 1: Wie Sie Schimmelpilz fernhalten

Fenster mit Doppelverglasung sind heute in den meisten Wohnungen Standard. Viele Fenster haben zusätzlich eine Wärmeschutz-Verglasung. Das hat den großen Vorteil, dass Heizwärme nicht über die Fenster verloren geht und Energie gespart wird. Das kann aber auch Probleme mit sich bringen: Der Wasserdampf, der durch Duschen, Kochen, Atmung und Transpiration verursacht wird, kondensiert nicht mehr an den Fenstern und kann dort nicht mehr ins Freie abgeleitet werden. Er setzt sich an den Wänden ab, besonders in schlecht belüfteten Raumecken und hinter Möbeln. Am stärksten betroffen sind dabei die Schlafzimmer wegen der niedrigen Raumtemperatur. Die Folge: Es kommt zu Schimmelbildung. Dagegen können Sie mit richtigem Lüften und Heizen vorbeugen. Und so geht’s:

  • Zwei- bis viermal täglich die Fenster aufmachen; in Küche und Bad noch etwas öfter. 
  • Kurz mit offenem Fenster stoßlüften statt dauerlüften mit gekippten Fenstern. Sonst vergeuden Sie nur wertvolle Energie und der Effekt ist kontraproduktiv.
  • Besonders effektiv ist das sog. Querlüften: Machen Sie gleichzeitig die Fenster in gegenüberliegenden Räumen auf – und natürlich die Türen dazwischen. 
  • Drehen Sie während des Lüftens die Heizventile zu. 
  • Stellen Sie nach dem Lüften die richtige Temperatur ein. Sie liegt im Wohnbereich bei etwa 20 Grad. Im Schlafzimmer reichen 16 bis 17 Grad. Zu kalt ist auch nicht gut. Eine „überschlagene“ Wärme ist hier perfekt.

Tipp 2: Wie Sie Heizkosten senken

  • Überlegen Sie sich, ob die Raumtemperatur sinnvoll ist. 20 Grad in Wohnräumen sind eigentlich ausreichend. 
  • Statt die Heizung spontan hochzudrehen, wenn es Ihnen zwischendurch mal kalt wird, tut es oft auch eine Decke oder etwas zum Drüberziehen. 
  • Jedes Grad weniger bei der Raumtemperatur bedeutet eine Ersparnis von sechs Prozent. Da kommt in einem Jahr ganz schön was zusammen. 
  • Drehen Sie nachts die Heizung grundsätzlich runter und lüften Sie tagsüber öfter und kurz mit voll geöffnetem Fenster anstatt auf Dauer mit gekipptem Fenster. 
  • Achten Sie darauf, dass Heizkörper nicht von Möbeln und Vorhängen abgedeckt werden. Die Wärme staut sich sonst nur in der Wand und kann nicht frei im Raum zirkulieren.

Tipp 3: Wie Sie Wasserkosten senken

  • Mit Einhebel-Mischbatterien sparen Sie Wasser im Vergleich zu den herkömmlichen Kalt- und Warmwasserhähnen. 
  • Mit Durchflussbegrenzern am Duschkopf können Sie Wasser auch beim Duschen sparen. 
  • Für das eigentliche Duschen braucht man deutlich weniger Zeit, als man meint. Mal ehrlich: Oft steht man noch lange unterm fließenden Wasser, obwohl man schon längst fertig ist. Weil es so behaglich ist. 
  • Beim Baden verbrauchen wir übrigens rund dreimal so viel Wasser wie beim Duschen. Wer auf das Entspannungsbad nicht ganz verzichten möchte, kann es reduzieren auf halb so oft – und es dann doppelt so sehr genießen. 
  • Bei der Toilettenspülung bringt die Stopp-Taste für „das kleine Geschäft“ eine deutliche Ersparnis. Wo sie fehlt, kann man oft auch mit der herkömmlichen Taste den Wasserdurchfluss stoppen bzw. regulieren.
  • Beim Waschen mit der Maschine können Sie getrost die Vorwäsche überspringen, wenn die Wäsche nicht stark verschmutzt ist. 

Tipp 4: Wie Sie Stromkosten senken

  • Regeln Sie Ihren Kühlschrank nicht unter sieben Grad. Diese Temperatur ist vollkommen ausreichend. Lassen Sie die Tür nicht unnötig lang offen. Achten Sie darauf, dass der Kühlschrank nicht in der Nähe von Heizungen, Elektroherden und Backöfen steht. 
  • Nehmen Sie elektronische Geräte ganz vom Netz, wenn Sie sie nicht brauchen. Auch im Standby-Modus verbrauchen sie übers Jahr gerechnet enorm viel Energie. Verwenden Sie eine Steckerleiste mit Ausschalter für diese Geräte. Das ist bequem und zugleich effektiv.
  • Prüfen Sie, ob Ihre Spülmaschine an Ihre Warmwasser-Versorgung angeschlossen werden kann. Das spart viel Energie beim Aufheizen. 
  • Entscheiden Sie sich beim Kauf neuer Elektrogeräte für die etwas teureren, aber energieeffizienteren (Klasse A). Das macht sich auf Dauer mehrfach bezahlt. 
  • Nutzen Sie bei der Waschmaschine die maximale Füllmenge aus und wählen Sie die niedrigste Temperatur, die ausreichend ist. Auch Ihre Kleidung wird es Ihnen mit längerer Haltbarkeit danken.
  • Erhitzen Sie kleinere Wassermengen in der Küche nicht auf dem Elektro- oder Gasherd, sondern mit einem Wasserkocher.

Tipp 5: Wie Sie sogar beim Müll Geld sparen können

  • Restmüll, Bioabfälle, Wertstoffe, Glas und Papier gehören bei der Entsorgung in die dafür separaten Behälter.
  • Die Reduzierung von Restmüll kann Ihre Kosten erheblich senken. Informieren Sie uns, wenn der Restmüllbehälter nicht ausgelastet ist.
  • Im gelben Sack dürfen nur die dafür vorgesehenen Verpackungen und kein Restmüll oder anderer Unrat gesammelt werden.
  • Gelbe Säcke mit falschem Inhalt werden vom Entsorger nicht abgeholt. Die Aufwendungen der dann entstandenen Entsorgung als Restmüll belasten Ihre Betriebskosten zusätzlich. 
  • Bei Feststellung einer falschen Entsorgung durch Zeugen werden die angefallenen Kosten dem Verursacher in Rechnung gestellt.
  • Sondermengen an Müll (z. B. Säcke mit Tapeten) können direkt auf der Mülldeponie angeliefert werden. Nutzen Sie auch den Wertstoffhof.
  • Werfen Sie Küchenabfälle, Windeln, Katzenstreu usw. bitte nicht in Toiletten und Ausgussbecken. Neben möglichen Verstopfungen sind Nahrungsreste in der Kanalisation eine hervorragende Futterquelle für Ratten.

Tipp 6: Wie Sie sich bei Ruhestörungen richtig verhalten

  • Wo Menschen zusammenleben, da gibt es manchmal unterschiedliche Vorstellungen darüber, was laut und ruhestörend ist.
  • Unser Tipp: Rufen Sie nicht gleich die Polizei!
  • Gehen Sie nicht auf Konfrontationskurs. 
  • Sprechen Sie die Verursacher freundlich auf die Ruhestörung an. Möglicherweise war sie ihnen gar nicht bewusst.
  • Wenn jedoch nach einem persönlichen, netten Gespräch keine Verbesserung eintreten sollte, raten wir Ihnen, sich an uns zu wenden. 
  • Wir gehen dann der Sache im Interesse des Hausfriedens nach.
  • Um effektive Gegenmaßnahmen ergreifen zu können, benötigen wir von Ihnen möglichst genaue Informationen über Zeitpunkt(e), Dauer, Art und Quelle(n) der Ruhestörung. 
  • Ein Nachbar, der sich ebenfalls gestört fühlt, wäre als Zeuge hilfreich.
  • Bitte beurteilen Sie aber möglichst objektiv, ob es sich tatsächlich um eine Ruhestörung handelt oder nur um eine „zumutbare Wahrnehmung von Geräuschen“. Denn die Rücksichtnahme, die Sie sich von Ihren Nachbarn wünschen, wünschen sich diese auch von Ihnen.

Tipp 7: Wie Sie sich gegen Einbrecher schützen können

  • Schließen Sie alle Fenster und natürlich die Wohnungstür, auch wenn Sie nur kurz die Wohnung verlassen.
  • Schließen Sie die Tür richtig ab; lassen Sie sie nicht einfach nur ins Schloss fallen. Ein „Profi“ kann sie sonst mit wenigen Handgriffen öffnen.
  • Legen Sie Ihren Wohnungsschlüssel nie unter die Fußmatte.
  • Drücken Sie, wenn es klingelt, nicht einfach so auf den Türöffner. Fragen Sie nach, wer ins Haus will und warum. Oft nutzen Diebe die Hilfsbereitschaft der Bewohner aus, um sich Zugang zu verschaffen. Sind sie erst mal im Haus, sind sie ihrem Ziel schon deutlich näher und können in aller Ruhe ihr nächstes Opfer auswählen.
  • Lassen Sie sich auch von angeblichen Beamten oder Uniformierten den Dienstausweis zeigen.
  • Halten Sie mit Menschenverstand die Augen offen. Fragen Sie Unbekannte nach dem Grund Ihres Aufenthaltes im Haus. Diebe, die sich beobachtet fühlen, suchen schnell das Weite.

Tipp 8: Wie Sie sich im Brandfall richtig verhalten

Rauchwarnmelder können Leben retten. Deshalb haben wir im Jahr 2016 alle unsere Wohnungen mit entsprechenden Geräten ausstatten lassen. So verhalten Sie sich im Brandfall richtig:

  • Verlassen Sie die Wohnung im Alarm- und Brandfall so schnell wie möglich. 
  • Halten Sie sich nicht mit persönlichen Dingen auf. Alles ist ersetzbar. Nur Ihr Leben und das Ihrer Lieben nicht!
  • Warnen Sie Angehörige und Mitbewohner und bringen Sie sich gemeinsam in Sicherheit. 
  • Alarmieren Sie die Feuerwehr unter dem Notruf 112. Bekämpfen Sie den Brand nur dann, wenn Sie sich dadurch nicht selbst in Gefahr bringen.
  • Benutzen Sie im Brandfall auf gar keinen Fall Aufzüge. Sie können stecken bleiben und zur tödlichen Falle werden.
  • Kriechen Sie bei starker Rauchentwicklung nahe am Boden. Atmen Sie flach. Halten Sie sich, wenn möglich, ein befeuchtetes Tuch vor den Mund. 
  • Sollte das Treppenhaus sehr stark verqualmt sein, bleiben Sie, wenn möglich, in Ihrer Wohnung. Halten Sie die Tür geschlossen und warten Sie auf die Feuerwehr. Machen Sie sich am Fenster bemerkbar.
  • Grundsätzlich gilt: Kehren Sie niemals in ein brennendes Gebäude zurück. Die Feuerwehr ist geschult darin, das Richtige zu tun.

Tipp 9: Wie Sie den Keller richtig lüften

Falsche Vorstellungen vom richtigen Lüften machen die Keller vieler Häuser zu wahren Feuchtgebieten! Dabei ist richtiges Lüften ganz einfach. Man muss nur umdenken. Es ist falsch, bei warmem Wetter die Fenster offen zu lassen, denn genau das führt zu hoher Luftfeuchtigkeit, Geruchs- und Schimmelbildung.

Der Grund: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit halten als kalte. Wenn also gerade an feuchtwarmen Tagen die Luft in den kälteren Keller strömt, kühlt sie dort ab und das Wasser schlägt sich dort nieder – vor allem an den Wänden. Dieser Kondensationseffekt ist gerade an den ersten wärmeren Tagen im Frühjahr besonders stark, wenn der Keller noch kalt vom Winter ist. Man kennt das, wenn man eine kalte Flasche aus dem Kühlschrank holt und sie außen beschlägt. Da setzt sich ebenfalls das in der wärmeren Luft enthaltene Wasser an der kälteren Glasflasche ab. Im Unterschied jedoch zur Glasflasche nehmen die Kellerwände die Feuchtigkeit auf und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Schimmelbildung einsetzt.

Faustregel: Je größer der Temperaturunterschied und je höher die Luftfeuchtigkeit außen, desto mehr Wasser kondensiert. Deshalb dürfen Kellerräume im Frühjahr und im Sommer nur an trockenen Tagen und auch nur kurz (10 bis 20 Minuten) gelüftet werden.

Im Winter funktioniert dieses physikalische Prinzip natürlich auch, aber genau umgekehrt. Denn nun ist an kalten und trockenen Tagen die Luft im Keller wärmer und bringt beim Lüften die Feuchtigkeit aus den Kellern heraus. Zwar muss man bei starkem Frost aufpassen, dass im Keller keine Leitungen einfrieren. Aber bei kurzem Lüften kann so schnell nichts passieren.

Drei Regeln für richtiges Lüften im Keller:

  • Auch und gerade im Sommer die Kellerfenster nicht lange oder ständig geöffnet lassen; besser morgens oder abends nur kurz (10 bis 20 Minuten) lüften, wenn es noch nicht oder nicht mehr so heiß ist.
  • An heißen und/oder feuchten Tagen gar nicht lüften.
  • Auch und gerade im Winter (kurz) lüften, vor allem an trockenen und kalten Tagen.

Im Übrigen ist es auch wichtig, die Fenster im Treppenhaus und auf dem Dachboden zum Lüften nur kurzzeitig zu öffnen, um unnötige Zugluftwirkungen zu vermeiden!